Seit 15 Jahren versucht der Wohnhandel, die Lieferkettenoptimierung voranzutreiben. In Supermärkten, der Modeindustrie und im Heimwerkersegment funktioniert es überall. Aber im Wohnhandel scheitert jeder Versuch an derselben Mauer. Die Komplexität der Artikeldaten macht es unmöglich, einen gemeinsamen Standard zu vereinbaren. Fehlerfreie Angebote, digitale Bestellungen, aktuelle Lieferzeiten: Es klingt einfach – aber ohne zuverlässige Produktdaten als Grundlage funktioniert nichts.
Im Supermarkt hat jedes Produkt einen eindeutigen Barcode. Eine Flasche Cola ist eine Flasche Cola: ein Artikel, ein Code, fertig. In der Modeindustrie funktioniert es genauso. Jede Größe und jede Farbe hat einen eigenen EAN-Code. Diese gemeinsame Sprache ermöglicht die digitale Zusammenarbeit: Händler und Lieferanten tauschen automatisch Bestell- und Bestandsdaten aus.
Im Wohnhandel ist das anders. Ein Esszimmerstuhl kann in 100 Farben, 5 Ausführungen von Beinen, 3 Sitzhöhen und 5 Armlehnentypen lieferbar sein. Das ergibt 7.500 Varianten eines einzigen Modells. Bei Marken wie Leolux steigt die Variantenanzahl auf über eine Million. Es ist schlichtweg nicht möglich, jeder Kombination einen eigenen Barcode zuzuweisen.
Deshalb spricht man im Wohnhandel von konfigurierbaren Produkten. Diese erhalten ihre genaue Spezifikation erst in dem Moment, in dem der Kunde seine Auswahl trifft. Genau das macht die Standardisierung so schwierig.
Für diese konfigurierbaren Produkte gibt es keinen Standard für den Datenaustausch. Jeder Lieferant strukturiert seine Produktdaten unterschiedlich. Jeder Hersteller hat eigene Logiken für Konfigurationen, eigene Codes für Farben und Materialien, eigene Berechnungsregeln für Preise. Ohne eine gemeinsame Sprache ist die digitale Zusammenarbeit zwischen Händler und Lieferant manuelles Handwerk.
LogicTrade beschäftigt sich damit seit der Gründung. Wir haben an mehreren Brancheninitiativen teilgenommen. Jedes Mal scheiterte es an derselben Frage: Wie schafft man einen Standard für Produkte, die per Definition nicht standardisiert werden können?
Nach 15 Jahren Entwicklung und Tests ist es gelungen. Mit LogicTrade Live-Artikel gelangen die Artikeldaten des Lieferanten in Echtzeit in den Shop. Keine Export- oder Importdateien mehr. Keine Excel-Listen. Der Händler arbeitet direkt auf den Daten des Lieferanten selbst.
Konkret bedeutet das:
Direkter Katalogzugriff: Der Händler sieht den Lieferantenkatalog direkt in LogicTrade – einschließlich konfigurierbarer Produkte mit allen Optionen und Abhängigkeiten.
Aktuelle Verfügbarkeitsindikatoren: Die Verfügbarkeit ist bereits beim Erstellen eines Angebots sichtbar.
Fehlerfreie Angebote: Das Angebot basiert auf exakten, aktuellen Daten direkt vom Lieferanten.
Digitale Bestellung per UBL: Bei Auftragserteilung wird die Bestellung vollständig digital an den Lieferanten übermittelt. Keine separate Integration pro Lieferant, kein individueller Aufwand pro Produktgruppe.
Lieferkettenoptimierung ist keine ferne Vision mehr. Mit Live-Artikel arbeiten Sie direkt mit Ihrem Lieferanten auf Basis aktueller Daten zusammen. Keine unzuverlässigen Dateien, keine manuelle Dateneingabe. Fehlerfreie Angebote, digitale Bestellungen und aktuelle Lieferzeiten – heute schon verfügbar für mehr als 800 Einrichtungsgeschäfte.
Das Team hinter diesem Durchbruch – mit Branchenexperten wie Hendrik Bloemert, Gerjan Konterman, Sven Andriessen, Mark Vedder und Matthijs Zegers – versteht das Problem von innen heraus. Genau deshalb passt die Lösung zur täglichen Praxis von Einrichtungsgeschäften und Lieferanten.